Die Kompaktkamera Canon Digital Ixus 200 IS im Test mehrerer Fachzeitschriften
Donnerstag 5. August 2010 von Roman
Seit Ende August 2009 ist die Canon Digital Ixus 200 IS auf dem Markt. Seitdem wurde die Kompaktkamera von diversen Fachmagazinen getestet. Was die Canon-Kamera, die mit einem Superweitwinkel-Objektiv ausgestattet worden ist, alles kann, erfahren Sie hier.
Die Brennweite der 12-Megapixel-Kamera beläuft sich auf anfängliche 24 Millimeter und reicht im Telebereich bis 120 Millimeter. Dies ist vor allem dem 5-fachen, optischen Zoomobjektiv zu verdanken, welches in die Kamera integriert ist. Damit die Aufnahmen nicht verwackeln, setzt Canon zusätzlich einen optischen Bildstabilisator ein, sprich: Der Bildsensor ist im Gehäuse beweglich eingelagert, so dass Bewegungen des Fotografen ausgeglichen werden. Weitere technische Raffinessen sind unter anderem die Möglichkeit HD-Videos auf die Speicherkarte zu bannen, sowie das Touchscreen-Display im 16:9-Seitenverhältnis. HD-Videos werden im HD-light-Format mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln aufgenommen.
Berührungsempfindliches Display im 16:9-Format
Am Gehäuse angebracht ist ein HDMI-Ausgang, welcher dazu dient, die Kamera mit einem HD-fähigen Abspielgerät zu verbinden. So kann man bequem gedrehte Videos sichten, vorausgesetzt, man ist im Besitz des notwendigen Mini-HDMI-Kabels, welches man sich im Fachhandel hinzukaufen muss. Die Größe des berührungsempfindlichen Touchscreens beträgt drei Zoll in der Diagonale und macht zusätzliche Bedienelemente nahezu unnötig. Die Ausstattung bietet einige manuelle Einstellmöglichkeiten, wie beispielsweise die Auswahl der Aufnahme- und Blitzmodi, sowie die Steuerung der Belichtungskorrektur und den Autofokus-Bezugspunkt. Somit kann man nicht nur mittig scharf stellen, sondern ebenso den Punkt der Fokussierung beispielsweise in die obere rechte Ecke verlagern.
Insgesamt 18 Motivprogramme sind mit an Bord
Neben der Auswahl von Aufnahme- und Blitzmodi gestattet der berührungsempfindliche Bildschirm auch die Steuerung von Belichtungskorrektur und Autofokus-Bezugspunkt. Für ungeübte Fotografen sind insgesamt 18 Motivprogramme mit an Bord, die je nach Lichtsituation ausgewählt werden können. Das Herz der Digitalkamera ist – neben dem integrierten 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor – der hauseigene DIGI-4-Prozessor. Die Lichtempfindlichkeit kann man automatisch vornehmen lassen, aber auch zwischen ISO 80 und 1.600 selbst einstellen. Verpackt wurde die empfindliche Technik in ein solide anmutendes Metallgehäuse. Als Speichermedium passen SD- und SDHC-Karten in die Canon Ixus 200 IS. MMC-, MMCplus- und HC MMCplus-Karten können ebenfalls verwendet werden.
So urteilt die Fachpresse: Für unsere Review haben wir die Testurteile der Fachzeitschriften „PC Welt“ und „AUDIO VIDEO FOTO BILD“ zusammengefasst, sowie jenes der Testseite „netzwelt.de“. Die Fachzeitschrift „AUDIO VIDEO FOTO BILD“ meldet sich hinsichtlich der Bedienung des Touchscreen-Displays positiv zu Wort. So reagiere dies schnell auf Befehle, beispielsweise da zum Fokussieren ein einfacher Fingertipp auf den Monitor genügt. Dank des 16:9-Bildschirms bleibt genug Platz für die Menüführung. Verwirrend sei lediglich, dass man einige Einstellungen, trotz des berührungsempfindlichen Displays, über das am Gehäuse befindliche Einstellrad vornehmen müsse. Das eingeblendete Menü sei jedoch, laut Testjury, einfach verständlich und bereite keine Probleme.
Beidhändige Bedienung macht eine gewisse Eingewöhnungszeit notwendig
Während sich die „PC Welt“ hinsichtlich der Bedienung nicht zu Wort meldet, mokiert sich netzwelt.de über die nur beidhändig mögliche Bedienung. So leide der Bedienkomfort, wenn man nur mit einer Hand die Einstellungen vornimmt. Des Weiteren fällt netzwelt.de auf, dass das Auswahlrad auch mal Motivprogramme bei der Auswahl überspringt, wenn man nicht mit genügend Fingerspitzengefühl herangehe. Ebenso findet die Testjury verwirrend, wie auch die Tester von „PC Welt“, dass manche Einstellungen über das Rädchen und andere wiederum über den Touchscreen vorgenommen werden. Wenn man die Ixus 200 IS hochkant hält, erscheint auf dem Bildschirm ein Auslöseknopf. Dieser weise jedoch eine deutlich längere Verzögerung auf, als der konventionelle Auslöser am Gehäuse. Die Reaktion des Display wird von netzwelt.de gelobt, ebenso wie die Bildschau: Einmalig Tippen vergrößert das Foto, während man mit einem Wisch in die linke oder rechte Richtung durch die Galerie blättern kann.
Gute bis befriedigende Bildqualität
Alle drei Testjurys gaben ihr Urteil über die Bildqualität ab. „PC Welt“ meint, die Auflösung der Canon Digital Ixus 200 IS verlaufe bei mittlerer bis langer Brennweite durchweg gleichmäßig. Die Messpunkte lagen jedoch um gut zehn Prozentpunkte auseinander. Im Weitwinkelbereich allerdings, lasse die effektive Auflösung stark nach – hier war es ein Verlust von satten 40 Prozentpunkten, die die Testzeitschrift ermittelte. Insgesamt ergab sich ein befriedigender Wirkungsgrad. Dafür beurteilte die Testjury das Rauschverhalten als „überwiegend gut“. So waren lediglich bei ISO 100 und 800 Bildfehler deutlicher sichtbar. Hoch sei auch die Eingangsdynamik gewesen, welche dafür verantwortlich ist, dass Kontraste stark abgebildet werden, ohne dass ausgebrannte Lichter oder ineinander verlaufende Schatten negativ ins Gewicht fielen. Auch netzwelt.de zeigt sich hier zufrieden: Farben wirken sehr natürlich.
Gute Eingangsdynamik und Tadel bei der Anzahl an Helligkeitsstufen
Ebenso einig sind sich die beiden Tester bei der gemessenen Ausgangsdynamik: Hier schneide die Canon-Kamera weniger gut ab. Netzwelt.de bemerkt, dass die Bilder oft zu dunkel wirken, während die „PC Welt“-Jury die begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen zwischen dem hellsten und dunkelsten Bereich eines Motivs bemängelte. „AUDIO VIDEO FOTO BILD“ meint: Während die Fotos viele Details aufweisen, ließ die Bildqualität zum Bildrand hin stark nach. Zudem störte bei dunklen Motiven das auftretende Bildrauschen. Des Weiteren tadelt netzwelt.de, dass bei Blitzaufnahme die auftretende Vignettierung in den Bildecken extrem stark sei. In Bezug auf die HD-Videoaufnahme meldet sich ebenso nur netzwelt.de zu Wort. Die Testseite bemängelt, dass die Videos bei der Wiedergabe auf einem Abspielgerät zwar formatfüllend seien, die Qualität der Videos jedoch nicht allzu detailliert sei, wie man es von Profi-Kameras gewohnt ist. Dafür sind die Videos mit einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde ruckelfrei. Des Weiteren genüge die Tonqualität für „Gelegenheitsfilmer“.
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Beispielbilder: Piqs.de
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 5. August 2010 um 16:00 und abgelegt unter Digitalkamera. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.
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