Die Kompaktkamera Canon Ixus 120 IS im Test mehrerer Fachzeitschriften
Dienstag 20. Juli 2010 von admin
Die Canon Digital Ixus 120 IS wurde als Nachfolgerin der Ixus 110 IS der Weltöffentlichkeit präsentiert. Sie ist nicht nur ein Leichtgewicht, wie das Schwestermodell, sondern ist auch ebenso kompakt – noch kompakter um genau zu sein.
Sonst hat sich eigentlich nicht viel verändert, außer dass sich das Display auf der Rückseite auf eine Bilddiagonale von 2,7 Zoll verkleinert hat. Ansonsten ähneln sich die beiden Modelle hinsichtlich der inneren Werte. So knipst die Ixus 120 IS ebenso Fotos mit einer maximalen Auflösung von zwölf Megapixeln und bietet einen 4-fach, optischen Zoom mit einer anfänglichen Weitwinkel-Brennweite von 28 Millimetern, entsprechend im Kleinbildformat. Zudem kann man unverändert Videos in HD-light-Qualität, also mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln, aufnehmen. Um Verwacklungen zu Vermeiden, steht dem Anwender ein optischer Bildstabilisator zur Verfügung, worauf auch das Namenkürzel „IS“ (Image Stabilisation) hinweist.
Groß wie eine Kreditkarte
Die Maße der Canon Ixus 120 IS betragen 8,9 mal 5,5 mal 2,0 Zentimeter, erhältlich ist sie in den Farben Silber, Schwarz und Braun. Die Software bietet lediglich drei Aufnahmemodi: die Videoaufnahme, die intelligente Automatik und die Motivautomatik. Rechts vom Display befindet sich ein 4-Wege-Rad zum Auswählen diverser Direktwahl-Einstellungen, wie die Belichtung, der Fokus, der Blitz und der Selbstauslöser. Mittig davon die Okay-Taste. Bei der Motivautomatik stehen insgesamt 22 Motivprogramme für die gelungene Aufnahme zur Verfügung. Wählt man die intelligente Automatik, so sucht sich die Kamera von selbst ein Motivprogramm aus. Dank verschiedener Optimierungstechniken - etwa iContrast zum Belichtungsausgleich sowie einer Rote-Augen-Korrektur - und Automatikmodi eignet sich die Canon Digital Ixus 120 IS insbesondere für Einsteiger.
22 Motivprogramme und manuelle Einstellmöglichkeiten
Im Programm-Szenemodus lassen sich diverse manuelle Einstellungen vornehmen, wie beispielsweise die ISO-Empfindlichkeit, der Weißabgleich, die Belichtungsmessung und der Autofokus-Typ. Es sind Empfindlichkeiten zwischen ISO 80 und 1.600 einstellbar, während beim Weißabgleich vordefinierte Einstellungen herangezogen werden können. Darüber hinaus finden sich in diesem Menüpunkt Szenemodi wie Porträt, Innenaufnahme und Langzeitbelichtung. Am Gehäuse der Ixus-Kamera befinde sich zudem ein HDMI-Anschluss, welcher nützlich ist, um die gedrehten HD-Clips an einem HD-fähigen Abspielgerät zu sichten. Während der Videoaufnahme kann der optische Zoom leider nicht genutzt werden. Die Menüführung wurde von Canon bezüglich der Vorgängerin, der Ixus 110 IS, überarbeitet, so dass nun auch Tipps zu diversen Einstellungen angezeigt werden. Zum Beispiel beim Servo-Fokus wird bemerkt, dass hier auch noch während des halbgedrückten Auslöseknopfs scharf gestellt wird.
So urteilt die Fachpresse: Für die Review der Canon Ixus 120 IS haben wir die Testergebnisse von drei Fachzeitschriften zu Rate gezogen: c-net.de, „PC Welt“ und „AUDIO VIDEO FOTO BILD“. Da die Digitalkamera in etwa die Größe einer Kreditkarte aufweist, fiel das Urteil über die Bedienbarkeit im Test von c-net.de eher nüchtern aus. Bei der Bedienung des 4-Wege-Rades beispielsweise kam die Testjury mit den Finger immer wieder auf den in der Mitte befindlichen Okay-Knopf, obwohl eigentlich eine Funktion des Wahlkreuzes aufgerufen werden sollte. Einmal davon abgesehen, läge die Kamera gut in der Hand. Alle Bedienelemente seien bündig am Gehäuse angebracht worden. „AUDIO VIDEO FOTO BILD“ meint, dass die Bedienung nur mit „den Fingernägeln“ gelinge. Dafür sind die Menüpunkte auf dem Bildschirm groß genug abgebildet, während der Platz – im Gegensatz zur Vorgängerin – aufgrund der nützlichen Hilfetipps gut genutzt sind, so die Fachjury. Dies merkt auch c-net.de an. „PC Welt“ gibt sich eher bedeckt bei der Beurteilung der Bedienung.
Trotz “DIGIC 4″-Prozessor nur bedingt schnappschusstauglich
In Punkto Geschwindigkeit erlaubt sich lediglich c-net.de und „PC Welt“ ein Urteil. Letztere Testzeitschrift meint, die Canon Ixus 120 IS läge im Vergleich zu anderen Kompaktkamera hier im Mittelfeld. Insbesondere bei hohen ISO-Empfindlichkeiten benötigt die Canon-Kamera etwas länger zum Fokussieren, als die Konkurrenz. Auch bei c-net.de kristallisieren sich gemischte Gefühle heraus, wenn es um die Arbeitsgeschwindigkeit geht – das macht auch der eigens von Canon entwickelte „DIGIC 4“-Prozessor mit iSAPS-Technologie nicht wett. Im Test sei die Canon Ixus 120 IS zwar recht schnell „aus dem Tiefschlaf“ geweckt und benötige nur 1,4 Sekunden, bis das erste Bild nach dem Einschalten im Kasten ist, dafür sei die Auslöseverzögerung verbesserungswürdig. Hier braucht die Kamera 0,6 Sekunden, bei schlechten Lichtverhältnissen gar 0,9 Sekunden. Damit gehöre sie laut c-net.de eher zu den trägeren Ultrakompaktkameras. Die Kamera brauche außerdem zwischen zwei Aufnahmen ganze 2,9 Sekunden – mit Blitz über sechs Sekunden – bis diese wieder einsatzbereit sei.
Im Vergleich solide Leistung
Alle drei Testzeitschriften haben dafür ihr Urteil über die Bildqualität ab. Hier gibt sich c-net.de sehr zufrieden: die Canon Ixus 120 IS hinterlasse einen „exzellenten“ Eindruck. Trotz alledem sei – wie es oftmals beim Kompaktkamera-Segment der der Fall ist – zeige auch diese Ixus-Kamera übliche Schwächen. Ab einer gewählten Lichtempfindlichkeit von ISO 200 greift die aggressive Rauschunterdrückung, was sich in „schmierigen“ Bildergebnissen zeigt. Dennoch urteil die Jury, sei die Bildqualität im Vergleich bis ISO 800 überdurchschnittlich gut. Grund hierfür sei die „ausgewogene Belichtung, der akkurate Weißabgleich und Kontrast“. Auch die Farbwiedergabe sei natürlich aber dennoch lebendig und intensiv. Zudem trat eine leichte Tonnenverzeichnung auf der linken Seite des Objektivs auf, was jedoch auch – wenn man vergleicht – nicht sehr verwunderte.
Sehr gute Eingangsdynamik und Defizite beim Wirkungsgrad
Auch „AUDIO VIDEO FOTO BILD“ meint, dass sich in den Fotos viele Details wiederfänden, während sich auch bei höchster Lichtempfindlichkeit das Bildrauschen „in Grenzen“ hielten. Leichte Unschärfen gab es in diesem Test nur an den Rändern eines Bildes. Mit den anderen beiden Tests zeigte sich „PC Welt“ bei der Beurteilung der Bildqualität konform: So wurden „durch die Bank“ (gemeint sind wohl die verschiedenen ISO-Werte) gute bis sehr gute Ergebnisse gemessen. Die Eingangsdynamik sei sehr hoch. Hier spiegelt sich wieder, dass die Kamera Motive äußerst kontrastreich einfängt, ohne dass Lichter überstrahlen oder Schatten absaufen. Bei der Ausgangsdynamik, welche verantwortlich für die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen dem dunkelsten und hellsten Bereich eines Bildes ist, seien die Ergebnisse, laut Expertenurteil, nur befriedigend. Den größten Schwachpunkt weise die Kamera bei der effektiven Auflösung, als dem Wirkungsgrad, auf. So waren die Messergebnisse in der Bildmitte durchweg sehr hoch, ließen jedoch zum Bildrand hin deutlich nach. Hierfür testiere „PC Welt“ der Ixus 120 IS einen nur mangelhaften, mittleren Wirkungsgrad.
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Beispielbilder: Piqs.de
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 20. Juli 2010 um 11:27 und abgelegt unter Digitalkamera. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.
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